Computerprogramme kommen in sehr unterschiedlichen Umgebungen zum Einsatz.
Bevor sie benutzbar sind, müssen sie auf die lokal vorhandenen Peripheriegeräte
(Tastatur, Monitor, Drucker etc.), auf nationale Besonderheiten (Zeichensatz,
Masseinheiten) und auf die Vorlieben der Benutzer abgestimmt werden.
Damit man diese Einstellungen nicht jedesmal wieder vornehmen muss, ist es
sinnvoll, die Setup-Einstellungen abzuspeichern. Unter dem Betriebssystem MS
Windows werden diese Einstellungen meist an einem zentralen Ort, gespeichert:
in der berüchtigten Registry. Dabei handelt es sich um einige grosse
Binärdateien, welche die Setup-Einstellungen des Betriebssystems selbst und der
meisten Anwendungsprogramme enthalten.
Die Registry hat wichtige Eigenschaften mit grossen Bürokratien gemeinsam: sie
ist zentralistisch, undurchsichtig und leicht korrumpierbar. Ein einziger
falscher Eintrag kann im schlimmsten Fall das ganze System unbrauchbar machen.
Solche Fehler sind dann auch nur mit Mühe zu korrigieren, weil die
Registry-Einträge nicht in Textform vorliegen,
und daher nur schwer lesbar und noch schwerer interpretierbar sind.
Auf Unix-artigen Systemen werden die systemweiten Konfigurationen meist im
Verzeichnis /etc und die Anwendereinstellungen im /home-Verzeichnis des
Benutzers abgespeichert. Hier werden die Setup-Einstellungen als einfache
ASCII-Text-Dateien konserviert, was dazu beiträgt, dass Fehler leichter
gefunden und korrigiert werden können.
Bei Problemen mit dem Setup eines Programms empfiehlt es sich zunächst im
allgemeinen, nach eventuell im Installationsverzeichnis vorhandenen Dateien,
die "Readme", "Setup" oder Vergleichbares im Namen tragen, zu suchen und ihnen
die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Der nächste Schritt ist ein Besuch
der Homepage des Herstellers. Setup-Probleme, die immer wieder
auftreten, werden manchmal vom Hersteller des Programms in einer FAQ (einer Liste mit häufig gestellten Fragen) besprochen.
Manchmal gibt es auch eine "Support"-Sektion auf der Homepage, die hilfreiche
Informationen enthält. Wenn das auch nichts hilft, dann haben vielleicht andere
Benutzer schon ähnliche Probleme gelöst. Dann bringt einen oft eine Suche nach
Usenet-Beiträgen zum Thema weiter.