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Portal

In Kürze
Ein Portal ist eine Website, die sich den Benutzern als "Pforte zum Internet" präsentiert. Der Benutzer gelangt häufig schon unmittelbar nach dem Verbindungsaufbau zum Portal und betreibt viele seiner Internet-Aktivitäten von dort aus.

Synonyme und Abkürzungen
Portal-Site, Internet-Portal

Ähnliche Begriffe
Suchmaschine, E-Commerce, Website, Linksammlung

Überblick
Ein funktionierendes Portal stellt ein symbiotisches Verhältnis zwischen den Portal-Betreibern und den Benutzern her. Die Betreiber bekommen viele Besucher auf ihrer Website sowie die damit verbundenen Werbeeinnahmen, Prestige, Popularität, etc. Die Benutzer bekommen einfachen und vorsortierten Zugang zu einem Angebot an Informationen, Diensten und Suchmöglichkeiten, das für sie von Interesse ist.

Detail
Wer eine Website erstellt, will in der Regel auch viele Besucher. Die Betreiber von Portalen versuchen, dieses Ziel zu erreichen, indem sie ihren Besuchern ein Angebot präsentieren, das für sie so attraktiv ist, dass sie die Portalsite zum Zentrum ihrer Internet-Aktivitäten machen. Der Besucher soll das Portal während seiner Online-Zeit entweder gar nicht erst verlassen, oder aber immer wieder aus dem Chaos des Internet in die wohlgeordnete Welt des Portals zurückkehren. Zu diesem Zweck stellt der Portal-Betreiber ein Menü von Informationen und Diensten zusammen, das die wichtigsten Anliegen abdeckt, die der Internet-Benutzer online verfolgen könnte. Dazu gehören häufig Nachrichtenticker, Suchmaschinen, kostenlose E-Mail-Dienste, eine gutsortierte Liste mit Links zu den attraktivsten Websites zu den wichtigsten Themen, oder zu beliebten Anwendungsprogrammen. Hinzu kommen diverse "Community"-Angebote, also Dienste, die das Zusammengehörigkeitsgefühl der Portalbesucher fördern sollen, wie etwa Chats oder Diskussionsforen. Und weil der Besucher ein widerspenstiges Wesen ist, das freiwillig dann doch nicht immer zurückkommt, hilft man gerne mit technischen Mitteln ein wenig nach: man trägt die eigene URL so im Browser des Benutzers ein, dass sie grundsätzlich als erstes geöffnet wird, oder bietet Links auf andere Websites so an, dass diese nur innerhalb eines Frames auftauchen, eines Rahmens im Browserfenster also, dessen Rand immer noch die eigenen Angebote und Werbebanner zieren.

Teilweise funktionieren Portale so tatsächlich zum Vorteil aller Beteiligten. Der Benutzer kann sich weitgehend den Aufwand der Suche sparen und bekommt ein vorsortiertes und domestiziertes Netz für "Pauschalreisende". Es soll Gerüchten zufolge Netzbenutzer geben, die gar nicht wissen, dass es ein Internet jenseits des Portals ihres Service-Providers (Internet-Anbieters) gibt. Neben solchen allgemeinen Portalen gibt es auch kleinere, auf bestimmte Themen spezialisierte, die etwa "alles für den (Möchtegern-) Börsenprofi" oder "den Fussballfan" anbieten. An ihre Grenzen stossen auch gut geführte Portale immer dann, wenn die Interessen des Benutzers die Grenzen der vorsortierten Auswahl sprengen. Wenn einem dies häufiger passiert, dann ist man meist besser damit beraten, sich ein wenig für Strategien der Recherche im Internet zu interessieren, und sich dann seine eigenes Linksammlung zusammenzustellen. Über schlecht geführte Portale, diese Hölle aus grafiküberfrachteten, langsam ladenden Seiten, blinkenden Werbebannern, nur für einen bestimmten Browser "optimiertem" HTML-Code und abstürzenden JavaScripten wollen wir gnädig schweigen.



Weiterführende Links
Der Klassiker Yahoo.com (deutschsprachige Version): http://de.yahoo.com
Auch eine Art Portal, aber eher für Internet- und Technik-Versierte (Englisch): http://slashdot.org/


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