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Plug-In

In Kürze
Plug-Ins sind kleine Programmteile, die die Funktionen eines bestimmten Programms erweitern. Am bekanntesten sind Browser-Plug-Ins für Multimediaformate. Das zum Betrachten von Internet-Seiten verwendete Programm, wird z.B. um die Darstellung von 3D-Grafiken erweitert, welche vom Hersteller ursprünglich nicht vorgesehen war.

Synonyme und Abkürzungen
Plugin

Ähnliche Begriffe
Browser, ActiveX

Überblick
Plug-Ins erweitern einzelne Programme um den Umgang mit Dateiformaten, die sie von Haus aus nicht verstehen. Dabei kann die Herstellerfirma des Plug-Ins eine andere sein, als die des Hauptprogramms und so versuchen, eigene Dateiformate zu verbreiten. Im World Wide Web, konkurrieren viele verschiedene Hersteller mit Erweiterungs-Formaten für Websites um Marktanteile. Die bekannten, von wenigen Firmen hergestellten Browser jedoch unterstützen nur eine relativ schmale Auswahl dieser Formate.



 

   

 

Abbildung 1: Ordner für die Ablage von Plug-Ins

 



Detail
Der Name Plug-In leitet sich vom englischen "to plug in" = einstecken, her. So wie sich ein neu hinzugekaufter Aufsatz an einem Werkzeug anbringen lässt, um dessen Einsatzzwecke zu erweitern, so erweitern Plug-Ins die Möglichkeiten des zugehörigen Programms.
Es handelt sich dabei um Programmteile, die als eigene Dateien abgespeichert werden, aber nur vom dazugehörigen Programm gestartet werden können. Als eigenständige Programme sind sie nicht lauffähig. Sie werden üblicherweise in einem bestimmten Ordner abgelegt, den das Hauptprogramm beim Starten durchsucht, um dann alle Plug-Ins zu laden, die es darin findet. Plug-Ins sind immer auf ein bestimmtes Programm abgestimmt und können normalerweise nur in Kombination mit diesem Programm auf einem bestimmten Betriebssystem verwendet werden.

Plug-Ins erlauben kleineren Firmen, spezielle Datenformate zu entwickeln und so Standard-Software nachzurüsten, damit sie neue Formate lesen und teilweise auch schreiben kann. Umgekehrt haben Firmen, die Standardprogrammen eine Plug-In-Schnittstelle mitgeben, den Vorteil, dass neuentwickelte Formate von ihrer Software verstanden werden, ohne dass sie die Entwicklung dieser Erweiterungen selbst finanzieren müssen.

Damit ein Plug-In vom Programm aufgerufen werden kann, muss es sich an bestimmte, vom Programmhersteller festgelegte Regeln halten. Diese werden auch als Plug-In-Schnittstelle bezeichnet und umfassen Funktionsaufrufe, die das Plug-In bereitstellen muss, sowie Sicherheitsregeln, die dem Plug-In bestimmte Aufrufe verbieten. (Bleibt man bei der Werkzeug-Analogie, ist die Schnittstelle diejenige Stelle, an der das zusätzliche Hilfsmittel mit einer einheitlichen Verbindung eingeklinkt werden kann.)

Eines der ersten grossen Programme, das mit Plug-Ins stark erweitert wurde, ist das Grafikprogramm "Photoshop" der Firma Adobe. Hierfür existieren hunderte von unterschiedlichen Plug-Ins, die Filter bereitstellen, Dateien verschiedener Formate importieren und unterschiedliche Zeichenwerkzeuge bieten. Vielen Benutzern sind Plug-Ins aus den bekannten Browsern Netscape Navigator und Microsoft Internet Explorer bekannt. Diese lassen sich um Plug-Ins für die Anzeige von Multimedia-Formaten wie Flash, Quicktime oder Shockwave erweitern. Beide Firmen haben dabei inzwischen Mechanismen entwickelt, die automatisch ein Plug-In von einem Server laden können, wenn sie auf Inhalte stossen, die sie mit eigenen Bordmitteln nicht anzeigen können.

Sollen Plug-Ins von unbekannten Quellen geladen und installiert werden, dann ist eine gewisse Vorsicht ratsam: Schlecht programmierte Plug-Ins können die Stabilität des zugehörigen Programms verschlechtern - im Extremfall können sie sogar Schaden am System anrichten.



Weiterführende Links
Eine Übersicht über die für Browser verfügbaren Plug-Ins (Deutsch):
www.plugins.de


Fragen und Antworten
Kann man Plug-Ins zwischen Programmen austauschen ?
Nein, das funktioniert nur in seltenen Fällen, da Plug-Ins immer für ein bestimmtes Programm geschrieben sind und sich darauf verlassen, dass das Programm gewisse Funktionen zur Verfügung stellt. Häufig würde das auch keinen Sinn ergeben: Ein Bildbearbeitungs-Plug-In könnte einen Webbrowser nicht sinnvoll erweitern, da dieser nur Daten anzeigt, nicht bearbeitet.

Kann ich herausfinden, welche Plug-Ins bei meinem Browser installiert sind ?
Bei Netscape einfach "about: Plug-Ins" in die URL-Zeile eingeben. Beim Internet Explorer ist diese Funktion nicht verfügbar.

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