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Online-Dienst
In Kürze
Im Unterschied zum Internet, das dezentral strukturiert ist und an kein
Unternehmen gebunden ist, sind Online-Dienste kommerziell betriebene und
zentral organisierte Informationssysteme. Sie bestehen unabhängig vom Internet,
ermöglichen ihren Kunden jedoch einen Zugang ins World Wide Web.
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Synonyme und Abkürzungen
Onlinedienst,
Online-Service-Anbieter,
Online Service Provider,
OSP
Ähnliche Begriffe
AOL,
Internet Service Provider,
T-Online,
Compuserve
Überblick
Online-Dienste informieren - je nach inhaltlichem Schwerpunkt - mit Nachrichten
und den aktuellen Börsenkursen, bieten Unterhaltung in Form von Chats oder Online-Spielen oder stellen Spezialdienste wie
etwa Homebanking und Online-Shopping zur Verfügung. Zusätzlich ermöglichen
Online-Dienste dem Kunden die Nutzung von E-Mail und den Zugang zu verschiedenen Datenbanken und
Diskussionsforen. Diese Dienste stehen ausschliesslich den eigenen Kunden zur
Verfügung. Anders als etwa im Internet sind die verfügbaren Datenbestände organisiert,
strukturiert und redaktionell betreut. Im Unterschied zu einem Internet Service
Provider, der nur den technischen Zugang zum Internet
bereitstellt und in der Regel mit standardisierten Software-Programmen arbeitet, bieten Online-Dienste
speziell zugeschnittene Bedienungs-Software.
Detail
Die bekanntesten im deutschsprachigen Raum verfügbaren Online-Dienste sind
- T-Online,
- AOL und
- Compuserve
T-Online: Deutschlands grösster Online-Dienst verdankt seinen Erfolg
hautsächlich der Zusammenarbeit mit allen wichtigen Banken und der sich daraus
ergebenden Möglichkeiten des Homebanking. Neben der exklusiven Abwicklung von
Bankgeschäften vom heimatlichen PC aus nutzen viele T-Online Kunden den Dienst
auch für Homeshopping: Viele Versandhäuser und Kaufhäuser sind bei T-Online
vertreten.
AOL: AOL gilt als grösster weltweiter Online-Dienst. AOL bietet dem
Nutzer insbesondere Freizeit- und Unterhaltungsangebote. Der deutsche Ableger
verfügt über einen reichhaltigen Zeitschriftenkiosk mit vielen Publikationen
der deutschsprachigen Presse. Angesichts flächendeckender Zugangsknoten und
vergleichsweise schnellem Seitenaufbau nutzen viele Teilnehmer den Dienst als
günstigen Internet-Provider.
CompuServe: Der ehemals grösste Online-Dienst der Welt wurde
mittlerweile von AOL aufgekauft. Herzstück von Compuserve sind seine
zahlreichen nationalen und weltweiten Foren, die in Nachrichtenbereiche für
Diskussionen und Bibliotheksbereiche mit Dateien und Programmen zum
Herunterladen unterteilt sind. Vor allem wissenschaftliche und
computerspezifische Themen sind bei Compuserve zu finden.
Allgemein führt der Trend zu einer Spezialisierung der Online-Dienste: Mehrere
Lokaldienste wie OWL-Online (Neue Westfälische Zeitung) oder
Cityweb (Verlagsgruppe WAZ) bieten Angebote für begrenzte regionale
Räume. Vermehrt bieten Medienkonzerne oder von der Industrie gesponserte
Dienstanbieter Angebote für bestimmte Zielgruppen, z.B. für Ärzte.
Weiterführende Links
Webseiten der führenden Online-Dienste:
AOL: www.germany.aol.com
T-Online: www.t-online.de (Deutschland)
www.t-online.at (Österreich)
www.t-online.ch (Schweiz)
Compuserve: www.compuserve.de
(Deutschland)
www.compuserve.ch (Schweiz)
www.compuserve.at (Österreich)
Infos zu den Preisen für Online-Dienste und Internet-Provider:
Deutschland: www.heise.de/itarif/
www.onlinekosten.de
Österreich: www.tarifecheck.at
Fragen und Antworten
Was ist zu beachten bei der Abwägung zwischen der Nutzung eines
Online-Dienstes und einem Internet Service Provider ?
Für den Internet-Neuling kann es bequemer sein, einen Online-Dienst in Anspruch
zu nehmen: Die dazugehörige Software, die Serviceangebote und der Zugang zum
Internet sind bei Online-Diensten zwar nicht unbedingt einfacher zu bedienen
als anderswo, viele Online-Dienste unterstützen ihre Kunden aber zusätzlich
durch Service-Hotlines, die auch mit den laienhaftesten Einsteigerfragen
geduldig umzugehen wissen.
Online-Dienste sind jedoch im Vergleich zu Internet Service Providern teuer,
insbesondere bei häufiger Nutzung des Internets. Zusätzlich ist die
Datenübertragungsrate bei Internetprovidern in der Regel deutlich besser als
bei Online-Diensten. Wer also häufig Online geht und auf die zusätzlichen Serviceleistungen
verzichten kann, sollte sich deshalb eher für einen Internetprovider
entscheiden.
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