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Microsoft Internet Explorer

In Kürze
Der Internet Explorer (IE) ist einer der bekanntesten Web-Browser, hergestellt von der Firma Microsoft. Mit seiner Hilfe können Hypertext-Dokumente, insbesondere Seiten aus dem World Wide Web dargestellt werden.

Synonyme und Abkürzungen
IE, MSIE

Überblick
Der Internet Explorer ist Microsofts Web-Browser. Nach schwachem Start konnte er um das Jahr 1996 herum mit seinem schärfsten Konkurrenten Netscape gleichziehen, was Funktionen und Stabilität betrifft. Seither weitet IE kontinuierlich seinen Marktanteil aus, und auch regelmässig auftauchende Berichte über Sicherheitsmängel konnten diesen Siegeszug nicht stoppen. Derzeit (Stand: 08/2001, Quelle: c`t 18/2001) beträgt der Marktanteil über 80% und es bleibt abzuwarten, ob die wiedererstarkte Konkurrenz von Netscape Teile des Windows-Desktop-Marktes zurückerobern kann.



 

   

 

Abbildung 1: Darstellung einer Webseite durch den Internet Explorer

 



Detail
Microsoft hat die Bedeutung des World Wide Web zunächst unterschätzt. In frühen Beta-Versionen des Betriebssystems Windows 95 gab es gar keinen Web-Browser, und auch in der Release-Version war der Browser nur auf einer separat erhältlichen CD-ROM enthalten.

Die Version 1 des IE basierte (wie übrigens auch das Konkurrenzprodukt Netscape) auf dem an der University of Indiana entwickelten Browser Mosaic. Diese Version war allerdings sehr instabil und keine echte Alternative zum Netscape-Navigator, der sich bis etwa Mitte 1996 als das führende Produkt etablieren konnte. In den Versionen 3 bis 5 des IE verbesserte Microsoft die Stabilität des Browsers und ergänzte immer mehr Funktionen, die mit dem Darstellen von Web-Seiten nicht viel zu tun haben. Die Bündelung und Integration mit dem Betriebssystem Windows (die Version 4 des IE konnte vom Durchschnittsanwender nicht mehr deinstalliert werden) führte dazu, dass die meisten Windows-Benutzer IE auf ihrem System vorfanden, und dann keinen Grund mehr sahen, weiter nach einem Browser zu suchen. Hinzu kam, dass die Version 4 des Netscape Navigator deutliche Schwächen hatte und es Netscape erst nach Jahren der Stagnation gelang, ein verbessertes Nachfolgeprodukt auf den Markt zu bringen. Währenddessen konnte Microsoft mit dem IE seine Marktmacht immer weiter ausbauen, und es ist derzeit nicht absehbar, ob Netscape noch einmal zurückschlagen kann.

Microsoft versucht in allen seinen Produkten, die Bedienung einfach zu halten und die Komplexität des Computers vor dem Anwender zu verbergen. Die Kehrseite dieser "Benutzerfreundlichkeit" ist, dass die meisten Benutzer mit den Voreinstellungen leben, die Microsoft vornimmt. Microsoft gibt dabei regelmässig dem Komfort den Vorzug gegenüber Sicherheitserwägungen. Die Einbindung von externem, ausführbarem Code in den Browser, etwa in der Form von ActiveX-Controls, ist dabei die Quelle immer neuer Berichte über Sicherheitslücken (nicht nur) im Internet Explorer.

Die Bündelung des Browsers IE mit dem Betriebssystem Windows brachte das amerikanische Department of Justice auf den Plan, das ein Verfahren wegen unlauterer Wettbewerbspolitk gegen Microsoft einleitete, welches immer noch andauert. Die grösste Gefahr aus der Sicht Microsofts, die Zerschlagung des Konzerns, scheint aber gebannt.

Microsoft scheint sich dadurch bestärkt zu sehen in seiner Strategie, das eigene Produkt als Standard zu etablieren und die Kompatibilität zu konkurrierenden Lösungen einzuschränken. Die nächste Runde in diesem Spiel ist schon eingeleitet durch die Ankündigung Microsofts, Netscape-Plug-Ins und Java in zukünftigen Versionen des IE nicht mehr zu unterstützen, und nur noch auf das eigene ActiveX-Format zu setzen (c`t 18/2001).



Weiterführende Links
Website des Herstellers Microsoft (Deutsch):
http://www.microsoft.de


Fragen und Antworten
Was kann ich tun, um beim "Surfen" mit dem Internet Explorer sicher zu sein?
Absolute Sicherheit gibt es nicht, aber es ist ratsam, Features wie Java, Javascript und ActiveX zunächst ausgeschaltet zu lassen, und sie nur zu aktivieren, wenn man sie wirklich benötigt. Unter "Extras - Internetoptionen - Sicherheit" sollten alle Sicherheitsstufen so hoch gesetzt werden, wie es sich gerade noch mit den eigenen Bequemlichkeitsbedürfnissen vereinen lässt.
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