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Man-in-the-middle-Angriff / Man-in-the-browser-Angriff

In Kürze
Ein Man-in-the-middle-Angriff ist eine Angriffsform in Rechennetzen, bei der sich ein Dritter zwischen zwei Kommunikationspartner «stellt» und die Kontrolle über den Datenverkehr zwischen diesen übernimmt. Er kann die Daten dabei einsehen und manipulieren, ohne dass die beiden Kommunikationspartner bemerken, dass sie eigentlich nicht direkt miteinander verbunden sind.


Ähnliche Begriffe
SSL-Verschüsselung, Trojaner, Phishing Text

Detail
Weil mit Man-in-the-middle-Angriffen auch in an sich sichere SSL-Verbindungen eingegriffen werden kann, sind diese Attacken für Online-Banking gefährlich: der unbekannte Dritte kann sich zwischen Online-Banking-Anwender und Bank stellen. Tätigt der Online-Banking-Anwender eine Zahlung, kann sie der Angreifer abfangen. Er verändert Kontonummer, Empfängername und Betrag, bevor die Zahlung an die Bank weiter geleitet wird. Die Zahlungsbestätigung der Bank fängt der Angreifer wiederum ab und fälscht sie. Der Online-Banker-Anwender glaubt dann z.B., er habe CHF 100.00 an Empfänger X gezahlt, tatsächlich wurden aber z.B. CHF 2000.00 an Empfänger Y überwiesen.

Man-in-the-browser-Angriffe funktionieren nach demselben Prinzip. Nur fälscht in diesem Fall ein bösartiges Programm, das unbemerkt auf den Computer gelangt ist (z.B. ein Trojaner), die Überweisung.

Um sich im Online-Banking gegen solche Angriffe zu schützen, wurde das mTAN-Verfahren (mTAN = engl. «Mobile Transaction Number») entwickelt. Dabei werden die an die Bank übermittelten Zahlungsangaben (Kontonummer, Empfängername und Betrag) zur Überprüfung per SMS auf das Mobiltelefon des Online-Banking-Anwenders gesendet. Stimmen die Angaben mit denen überein, die der Anwender ursprünglich eingegeben hat, gibt er die Zahlung mit dem erhaltenen SMS-Code frei (eine sog. Transaktionssignierung). Da ein unbekannter Dritter bzw. ein Trojaner diesen zweiten Kanal nicht abhören und die Informationen deshalb auch nicht fälschen kann, ist die Überweisung gesichert.


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