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Mailbox

In Kürze
Mit "Mailbox" (von engl. "Briefkasten", "Postfach") ist im Deutschen meist der Speicherplatz beim Anbieter gemeint, wo E-Mail lagert, bis sie vom Benutzer abgerufen wird. Um den Begriff herrscht jedoch einige Verwirrung, so dass er auch in anderen Bedeutungen verwendet wird.

Ähnliche Begriffe
BBS, Inbox, E-Mail, POP3

Überblick
Die beiden gebräuchlichsten Bedeutungen von "Mailbox" sind derzeit das E-Mail-Postfach beim Provider und der Anrufbeantworter des Mobiltelefons. Je nach Zusammenhang kann der Begriff aber auch andere Konzepte beschreiben. Generell ist meist eine Technik gemeint, die im weitesten Sinne einem Postfach ähnelt, in dem Daten oder Informationen abgelegt und vom Nutzer zeitversetzt abgerufen werden können.

Detail
Die vier wichtigsten Bedeutungen des Begriffs Mailbox sind:
  • Mailbox = Postfach
    Die im Deutschen wohl gebräuchlichste Bedeutung. Eine POP 3-Mailbox ist der Speicherplatz bei einem Provider, wo eingehende E-Mail lagert, bis sie vom Benutzer abgerufen wird. Der Benutzer loggt sich mit seinem E-Mail-Programm mit Benutzernamen und Passwort beim Provider ein und überträgt die eingegangenen Mails auf seinen eigenen Rechner. Nur der Rechner des Providers muss daher ständig mit dem Internet verbunden sein; auf der Benutzerseite genügt es, sich hin und wieder einzuwählen und die in der Zwischenzeit eingegangenen E-Mails herunterzuladen. In der Regel bieten POP 3-Mailboxen Platz für mehrere Megabyte E-Mails. Gehen mehr oder grössere E-Mails ein, als in die Mailbox passen, wird die Überschreitung dem Benutzer entweder in Rechnung gestellt oder die E-Mail mit einem entsprechenden Vermerk an den Absender zurückgeschickt.
  • Mailbox = Inbox
    Umgangssprachlich bezeichnet Mailbox manchmal den Ordner für eingehende Mail im E-Mail-Programm des Benutzers oder gleich sämtliche Ordner des E-Mail-Programms. Da diese Verwendung des Begriffs hauptsächlich Verwirrung stiftet, sollte man sie lieber vermeiden.
  • Mailbox = BBS
    Zwischen Ende 1970 und dem Aufkommen des World Wide Web Mitte der 90er Jahre spielte sich ein grosser Teil der Online-Kommunikation in "Mailboxen" ab. Dabei handelt es sich um einen falschen Anglizismus, da die gleiche Technik in englischsprachigen Ländern mitnichten als "Mailbox", sondern als "Bulletin Board System" (in etwa "Schwarzes Brett" für Nachrichten) bezeichnet wurde. In eine solche Mailbox konnte man sich telefonisch unter einer bestimmten Nummer einwählen. Sie waren nicht rund um die Uhr mit dem Telefonnetz verbunden, sondern gingen nur dann "ans Telefon", wenn sich ein Nutzer einwählte. Benutzer waren auf Mailboxen in ihrem Ortsnetzbereich angewiesen, wenn sie nicht die Ferngesprächsgebühren für die Verbindung zu weiter entfernten Mailboxen entrichten wollten. Viele Mailboxen waren untereinander vernetzt und tauschten zu festgelegten Zeiten die geschriebenen Beiträge der Nutzer untereinander aus; andere waren abgeschlossen vom Rest der Welt. Von den vielen tausend Mailboxen, die in den Hochzeiten dieser Technik existierten, sind heute (Stand 2001) nur wenige hundert übriggeblieben.
  • Mailbox = Anrufbeantworter
    Bei Telefonen, insbesondere bei Handys, hört man hin und wieder die Bezeichnung "Mailbox", "Mobilbox" oder "Voice-Mailbox" für den elektronischen Anrufbeantworter, auf dem Anrufer Nachrichten hinterlassen können, wenn der Inhaber des Anschlusses gerade nicht erreichbar ist.


Weiterführende Links
"Deutscher Mailbox Index": Umfassende Informationen über Mailboxen (im Sinne von BBS) (Deutsch):
www.bbsliste.de


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