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ISDN
In Kürze
ISDN ist die Abkürzung für "Integrated Services Digital Network", zu deutsch
ein Netzwerk mit digitaler Übertragungstechnik, in dem verschiedene Dienste
angeboten werden.
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Synonyme und Abkürzungen
Integrated Services Digital Network
Ähnliche Begriffe
Modem,
ADSL,
Online
Überblick
ISDN ist ein vor allem in Europa verbreiteter Standard für digitale Vernetzung.
ISDN-Netzwerke wurden in Deutschland seit Ende der 80er Jahre aufgebaut, sie
bieten eine Bandbreite von 64 KBit/s (64.000 bit/s) bzw. 128 Kbit/s, je nachdem, ob eine
oder zwei Leitungen verwendet werden. Neben der Vernetzung von Computern durch
Protokolle wie PPP können Daten auch direkt über das
ISDN-Protokoll kopiert werden. Zusätzlich lassen sich Sprache, Bilder oder Faxe
übertragen.
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Abbildung 1: ISDN-Steckkarte
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Detail
ISDN wurde Ende der 80er Jahre als rein digitaler Standard geschaffen, der die
Grundlage für diverse Telekommunikationsdienste sein sollte. Bis dahin war die
vorherrschende Form der Datenübertragung die Modemverbindung, bei der digitale Daten in analoge
Frequenzen verwandelt werden - ein vergleichsweise fehlerbehaftetes und
langsameres Verfahren.
Neben Computervernetzung wurde damals an Bildtelefonie, Datenübertragung und
Sprachdienste gedacht, die alle auf der gleichen Technologie aufsetzen sollten.
Von diesen Anwendungen sind heutzutage nahezu ausschliesslich Telefonie und
Computervernetzung relevant, die anderen konnten sich am Markt nicht
durchsetzen.
ISDN hat gegenüber der analogen Telefonleitung folgende Vorteile:
- Es können mehrere Rufnummern vergeben werden, die zu einem Anschluss
gehören.
- Es können leichter bestimmte Endnummern für bestimmte Geräte (Computer, Fax
...) vergeben werden.
- Anrufweiterleitungen z.B. auf Handys sind problemlos möglich.
- Der Verbindungsaufbau ist wesentlich schneller - dies ist vor allem für
Computerverbindungen interessant.
- Konferenzschaltungen sind einfacher möglich.
- Ist der gewünschte Gesprächsteilnehmer nicht erreichbar, weil die Leitung
besetzt ist, dann kann ein automatischer Rückruf veranlasst werden, d.h. nach
Beenden des laufenden Geprächs ruft das Telefon automatisch denjenigen an, der
vergeblich versucht hatte, den Teilnehmer zu erreichen.
- Für Computervernetzung bietet ISDN eine Übertragungsrate von bis zu 128
Kbit/s, während die besten Modems auf 56 Kbit/s kommen.
Da ISDN eine rein digitale Verbindungstechnik ist, kommen an den Endpunkten
keine Modems, sondern sogenannte Netzabschlussgeräte (NTBA) zum Einsatz. Ihre
Aufgabe ist es unter anderem, den Anschluss von mehreren Endgeräten an eine
ISDN-Leitung zu ermöglichen.
ISDN-Verbindungen weden über den S0-Bus (sprich: S-Null-Bus; die Leitung, an
die ISDN-Endgeräte direkt angeschlossen werden können) geführt. Zu diesem
gehören zwei B-Kanäle, die jeweils 64 Kbit/s Bandbreite haben und für den
Datentransport reserviert sind und ein D-Kanal (16 Kbit/s), der für die
Steuersignale des Protokolls reserviert und ständig aktiv ist. An einen S0-Bus
dürfen maximal 12 Anschlussdosen, 8 Endgeräte und davon maximal 4 Telefone
angeschlossen werden.
Die Zukunft von ISDN ist ein wenig unklar. Zwar ist es inzwischen sehr weit
verbreitet, Versionen mit höherer Bandbreite sind jedoch nicht vorgesehen - und
für die Vernetzung von Rechnern gibt es inzwischen schnellere Alternativen.
Weiterführende Links
"Peters ISDN Seiten". Software, Informationen zu ISDN. Etwas unübersichtlich,
aber viele Infos (Deutsch):
http://home.t-online.de/home/Peter.Zwosta/
European Telecommunications Standards Institute. Die Webseite bietet recht
technische Informationen zu diversen Standards, darunter ISDN. (Englisch):
http://www.etsi.org/
Fragen und Antworten
Kann ich mein altes Telefon weiterverwenden, wenn ich auf einen
ISDN-Telefonanschluss umstelle?
Ja, es wird ein Konverter installiert, der analoge Ausgänge für die
handelsüblichen Telefone bereitstellt. Auch Faxgeräte können daran
angeschlossen werden.
Was ist CAPI? Es wird immer im Zusammenhang mit ISDN erwähnt.
CAPI ist eine Programmierschnittstelle unter Windows, durch die Programme die
ISDN-Funktionen steuern können.
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