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HTTP

In Kürze
HTTP (Hypertext Transfer Protocol) beschreibt das Verfahren, nach dem Webseiten im Internet angefordert und zum Rechner des Benutzers übertragen werden.

Synonyme und Abkürzungen
Hypertext Transfer Protocol

Ähnliche Begriffe
HTML, WWW, Protokolle

Überblick
HTTP ist das Protokoll, das im WWW verwendet wird. Via HTTP werden Dokumente beim Surfen von dem Server, auf dem sie liegen, zum Browser des Benutzers übertragen. Das http:// zum Beginn einer Internetadresse zeigt dem Browser an, dass das HTTP-Protokoll bei der Übertragung zum Einsatz kommen soll. Bei modernen Browsern ist es meist nicht mehr nötig, das http:// mit einzugeben.



 

   

 

Abbildung 1: HTTP-Protokoll am Anfang der Zeix-Webadresse

 



Detail
Das "Hypertext Transfer Protocol" HTTP ist der Standard für die Übertragung von Webseiten. Es basiert auf einer Verbindung nach dem TCP-Protokoll. Ist diese Verbindung zwischen Browser und Webserver hergestellt, überträgt der Client eine Seitenanforderung an den Server. Der Server antwortet, indem er entweder die Seite oder eine Fehlermeldung überträgt.

1991 wurde HTTP in der Version 0.9 als Übertragungsprotokoll für das gerade aufkommende WWW eingeführt. Viele andere Übertragungsprotokolle wie FTP, NNTP oder SMTP waren zu diesem Zeitpunkt schon lange in Gebrauch; HTTP ist also ein vergleichsweise junges Protokoll. Ursprünglich sollte HTTP lediglich die Übertragung einfacher Textdokumente ermöglichen. Der unerwartete Erfolg des WWW zeigte allerdings bald, dass das nicht ausreichte. Daher wurde ab 1992 HTTP 1.0 entwickelt und eingesetzt, mit dem nun auch Multimedia-Inhalte wie Bilder und animierte GIFs übertragen werden konnten. Das bedeutete allerdings, dass für jede einzelne Seite mehrere Verbindungen zum Server hergestellt werden mussten eine für den Text und je eine für jedes Bildelement.

Dieses Problem wurde 1995/1996 mit der Einführung von HTTP 1.1 behoben. Version 1.1 stellt eine dauerhafte Verbindung her, die so lange aufrechterhalten wird, bis sämtliche Dateien, die zu einer Webseite gehören, übertragen sind. Da bei jeder einzelnen Verbindung ausser den eigentlichen Nutzdaten auch allerhand organisatorische Informationen übertragen werden müssen, sinken mit dem neuen Verfahren auch die Wartezeiten für den Benutzer. Ausserdem besteht HTTP 1.1 nicht mehr auf einer direkten Verbindung zwischen Browser und Web-Server und ermöglicht damit den Einsatz von Proxys und anderen Zwischenstationen.

HTTP bleibt aber weiterhin ein relativ einfaches Protokoll. Es legt im wesentlichen die folgenden vier Schritte fest:

  1. Der Browser versucht, sich mit dem Server zu verbinden und zeigt das gewöhnlich in seiner Statuszeile an, z.B. "Connecting to remote host www.zeix.net" oder "Verbinden mit www.zeix.net". Kommt die Verbindung nicht zustande, gibt der Browser eine Fehlermeldung aus.
  2. Wenn die Verbindung zum Server hergestellt ist, schickt der Browser eine Anforderung an den Server, in der er mitteilt, welches Protokoll er benutzt, welches Dokument gewünscht wird und wie der Server reagieren soll.
  3. Wenn der Server dieses Dokument liefern kann, schickt er es an den Browser. Der Verlauf dieser Aktion wird dem Benutzer ebenfalls in der Statuszeile angezeigt, z.B. "Receiving data from www.zeix.net" oder "Seite http://www.zeix.net/ wird geöffnet". Wenn der Server das Dokument nicht findet, sendet er stattdessen eine Fehlermeldung, z.B. "404 Page Not Found".
  4. Die Verbindung wird wieder geschlossen. Der Browser zeigt die erhaltenen Daten an. Für jede weitere Seite wird eine neue Verbindung geöffnet und der Vorgang beginnt von vorne.


Weiterführende Links
RFC 1945 beschreibt HTTP 1.0. Sehr technisch, auf englisch: http://www.faqs.org/rfcs/rfc1945.html

RFC 2068 beschreibt HTTP 1.1. Sehr technisch, auf englisch: http://www.faqs.org/rfcs/rfc2068.html

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