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Download

In Kürze
Herunterladen von Daten aus dem Internet auf den eigenen Computer.

Ähnliche Begriffe
Adware, Freeware, FTP, Mailbox, Shareware, Update, Upload

Überblick
Das Kopieren (Übertragen) von Daten aus dem Internet auf den Computer ist einfach. Im Internet-Browser genügt ein Rechtsklick auf eine Datei oder ein Bild, um sie zu speichern (auf Macs hält man die Maustaste lange gedrückt). Es gibt aber auch spezielle Programme, die meist ähnlich zu bedienen sind wie der Windows Explorer.

Doch nicht immer ist alles legal, was man findet. Der Download von Treibern, Updates und allem, was einer Aktualisierung bestehender Programme gleichkommt, ist im Normalfall erlaubt und sogar anzuraten, denn das verbessert die Sicherheit und Stabilität. Bei Programmen und Musik gerät man hingegen rasch in eine rechtliche Grauzone. Programme müssen als kostenlos (Freeware, Adware) gekennzeichnet sein, sonst ist der Erwerb unrechtmässig.



 

   

 

Abbildung 1: Dialogfeld beim Download

 



Detail
Neben Surfen und E-Mail ist der Download, das Herunterladen von Daten, für viele die wichtigste Nutzungsart des Internets. Ob es um Musik, Bilder, Schriftarten, News oder Kinotrailer geht, erhältlich ist im Internet fast alles.

Herunterladen kann man Dateien entweder mit dem Internet-Browser, mittels FTP-Programmen (spezialisiert auf reine Datenübertragung) oder mittels einschlägiger Suchprogramme für Musik oder Programme. Mit dem Speichern auf der lokalen Festplatte allerdings wird man vom blossen Betrachter zum Benutzer. Was vorher nur für andere gegolten hat, ist plötzlich brisant.

Programme unterliegen einem sehr strikten Urheberrecht. Deshalb gibt es bei Software fünf sehr verschiedene Arten von Benutzungsmöglichkeiten (Lizenzen):

  • Kommerzielle Software

  • Sie muss gekauft werden oder bei Bestellung übers Internet per Kreditkarte bezahlt werden.
  • Shareware
    Sie kostet oft nur ein paar Dollar und darf vor dem Kauf üblicherweise 30 Tage lang ausprobiert werden. Dann allerdings sollte man sich registrieren und das Geld überweisen. Shareware wird meist von freien Programmierern geschrieben, die sich zwar grosse Verbreitung erhoffen, aber auch von etwas leben wollen. Es ist nur fair, sie für ihre Arbeit zu bezahlen.
  • Freeware
    Kostenlose Programme, meist abgespeckte Versionen, die für das "grosse" Produkt werben. Sie sind meist unbegrenzt lauffähig.
  • Adware
    Kostenlose Software, bei der man im Gegenzug zustimmt, seine persönlichen Daten preiszugeben und/oder ständig ein wenig Werbung am Bildschirm zu sehen.
  • Open Source
    Die "alternative Software". Engagierte Programmierer geben ihre Software mitsamt dem Quelltext frei, damit andere das Werk verbessern und weiter entwickeln können. Jeder darf sie benutzen, jeder darf sie verbessern. Doch sie darf keinem gehören - sie muss "Open Source" ("offener Quelltext") des Autors bleiben. Das bekannteste Kind dieser Open Source-Bewegung ist das Betriebssystem Linux.

Musik, Bilder, Videos und andere Medien unterliegen grundsätzlich immer dem Urheberrechtsgesetz. Wenn nicht ausdrücklich vom Autor darauf verzichtet wird, werden auch Tantiemen (oder Lizenzgebühren) fällig, denn der Urheber will für das Material verständlicherweise auch bezahlt werden. Wer sich urheberrechtlich geschütztes Material, insbesondere Musik, aus dem Internet herunterlädt, bewegt sich derzeit (Stand September 2001) in einer rechtlichen Grauzone. Die Meinungen der Juristen, ob sich auch der Nutzer rechtswidrig verhält, gehen auseinander. Einig ist man sich aber darüber, dass das Anbieten von urheberrechtlich geschützten Dateien ohne die Zustimmung des Urhebers auf jeden Fall unrechtmässig ist.

Wer eigene Daten ins Netz stellt, haftet unbeschränkt für die Unbedenklichkeit und die Lizenz des veröffentlichten Materials. Wenn es sich um fremdes Material handelt, muss vorher zumindest das Einverständnis des Autors oder Besitzers eingeholt werden, um Ärger zu vermeiden. Dazu reicht für private Zwecke oft schon eine E-Mail.

Weiterführende Links
Renommierte Software-Sammlung (Deutsch):
www.tucows.de

Kommentierte Sammlung von Free- und Shareware (Deutsch):
www.heise.de/ct/shareware/


Fragen und Antworten

Ich habe mir eine Datei aus dem Internet heruntergeladen - aber wo ist sie jetzt hin?
Am einfachsten ist es, Sie gehen noch einmal auf die Seite, von der Sie die Datei heruntergeladen haben und klicken ein zweites Mal auf "Download". In dem Fenster, das dann aufgeht, werden Sie gefragt, wohin die Datei gespeichert werden soll und es wird ein Verzeichnis vorgeschlagen. Merken Sie sich dieses Verzeichnis und brechen Sie den Download wieder ab. Dort finden Sie die eben heruntergeladene Datei.

Ich habe einen Song aus dem Internet heruntergeladen - ist das legal?
Wenn er ausdrücklich zur kostenlosen Verteilung freigegeben wurde, ja. Aber auch nur privat. Das geschieht mitunter bei grossen Labels, die damit im Internet Werbung für ihre Interpreten machen wollen. So haben sich etwa die "Smashing Pumpkins" getrennt und bieten ihren Fans das letzte bisher unveröffentlichte Material kostenlos zum Download als MP3an. In jedem anderen Fall sollte man selbst im Besitz der CD sein, um den Song hören zu dürfen. Zur Not tut`s auch ein guter Freund, der einem unentgeltlich eine Kopie machen darf, was in geringen Mengen sogar gesetzlich erlaubt ist.

Ich habe mir einen Treiber heruntergeladen - ist das erlaubt?
Das ist natürlich erlaubt! Genau zu diesem Zweck bemüht sich der Hersteller auch, seine Programme zu verbessern und zu verbreiten. Es schafft ihm zufriedene Kunden und einen guten Namen.

Ich habe mir Windows "besorgt".
Das fällt unter die Kategorie "kommerzielle Software". Bitte tunlichst Vollversion nachkaufen, oder zu anderen Alternativen umsteigen, etwa zu Linux, das kostenlos ist und ganz ähnlich funktioniert.

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