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Dateiformat

In Kürze
Ein Dateiformat legt fest, wie Inhalte (Texte, Bilder, Filme) in einer Datei gespeichert werden. Typische Dateiformate sind HTML für Webseiten und TXT für unformatierte Texte.

Synonyme und Abkürzungen
Dateityp

Ähnliche Begriffe
Dateiendung, HTML, RTF, TXT

Überblick
Wenn ein Programm eine Datei abspeichert, so geschieht dies in einem definierten Format. Meistens können Dateiformate an den Dateiendungen erkannt werden und sind mit bestimmten Programmen verknüpft, die automatisch beim Aufrufen der Datei gestartet werden. Manche Formate sind sehr programmspezifisch (doc, bmp), andere können von vielen Programmen unter verschiedenen Betriebssystemen bearbeitet werden (RTF, HTML, JPEG). An Stelle des Begriffs "Dateiformat" wird auch "Dateityp" verwendet.

Detail
Viele Betriebssysteme (Windows, MacOS) "erkennen" Dateiformate an den Endungen der Dateien, wobei der Name einer Datei sich aus dem eigentlichen Dateinamen und einer Endung ("Erweiterung", "Extension") zusammensetzt, beispielsweise "index.html" oder "rechnung203.rtf".

Manche Dateiendungen zeigen ein ausführbares Programm an, z.B.:

  • exe (executable)
  • com (command file)

Dateien mit diesen Endungen werden direkt gestartet, wenn das passende Betriebssystem (z.B. Windows) vorhanden ist.

Andere Dateiendungen sind bestimmten Programmen zugeordnet. Dabei wird über eine interne Liste eine bestimmte Dateiendung mit einem bestimmten Dateiformat gleichgesetzt und beim Aufruf der Datei das verknüpfte Programm gestartet.

Typische Verknüpfungen sind:

  • pdf (Portable Document File) - Programm: Adobe Acrobat
  • htm/html (Hypertext Markup Language) - Browser, z.B. Internet Explorer, Netscape
  • doc (Document) - Textverarbeitung Microsoft Word
  • ram (Real Audio Metafile) - Real Player
  • zip (Zipdatei) - Pack-Programm ZIP (z.B. Winzip)
  • vbs/vba/vb (Visual Basic Skript unter Windows)

Während unter Windows jeder Dateityp nur mit einem Programm verknüpft werden kann, speichert MacOS mit der Datei und dem Dateityp auch das Programm, mit dem eine Datei erstellt wurde ("Creator"). Die Datei wird in Folge mit diesem Programm geöffnet. Dies kann dazu führen, dass z.B. JPEG-Dateien mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen geöffnet werden.

Unix und Linux lassen auch Dateinamen ohne Endung zu. So entspricht das Programm "Telnet" unter Unix dem "telnet.exe" unter Windows. Unix untersucht den Anfang der Datei ("Header") und ordnet dann die Datei einem bestimmten Dateiformat zu. Es gibt allerdings auch unter Unix typische vorbelegte Dateiendungen, z.B. ps für Postscript, gz für gezippte Dateien und c für Quellcode von C-Programmen. Die Verknüpfung von Dateiformaten mit Programmen erfolgt unter Linux z.B. über den kde-Windows-Manager.

Im Internet geschieht die Zuordnung über den MIME-Typ. Auch dort wird eine Erweiterung einem bestimmten Programm zugeordnet, das dann aus dem Browser heraus gestartet wird. MIME-Typen werden in Obergruppen sortiert, wie:

  • application für ausführbare Dateien (z.B. Flash, Excel)
  • image für Bilder
  • audio für Sound
  • video für Video
  • message für E-Mail
  • text für reinen Text

Eine typische MIME-Zuordnung sieht folgendermassen aus:

MIME-Typ image/jpeg
Erweiterung JPEG JPG JPE PJP
Anwendung: Browser

Dateiformate umwandeln

Das Speichern einer Datei in einem anderen Dateiformat nennt man Export. Das Öffnen einer Datei mit einem Programm, das das Format dieser Datei normalerweise nicht lesen kann, nennt man Import. Bei beiden Vorgängen kommen spezielle "Filter" zum Einsatz.

Das Umwandeln eines Dateiinhaltes von einem Dateiformat in ein anderes läuft unter dem Begriff "Konvertierung". Notwendig wird dies meist dann, wenn mehrere Benutzer mit unterschiedlichen Betriebssystemen oder Programmen auf dieselben Daten zugreifen wollen. So wird z.B. das RTF-Format häufig für den Textaustausch zwischen Windows- und Macintosh-Rechnern genutzt.

Bei Export, Import und Konvertierung kommt es aufgrund unterschiedlicher Möglichkeiten der einzelnen Programme oft zu Verlusten an Inhalt, Funktionen oder Formatierungen. Dies ist oft beabsichtigt, z.B. um:

  • kleinere Dateigrössen für den Versand im Internet zu generieren (jpeg oder gif statt tiff)
  • Dateiformate für den Austausch zwischen verschiedenen Betriebssystemen zu erhalten (rtf oder txt statt doc, csv statt xls)
  • Dateiinhalte gegen Verändern zu schützen (pdf statt doc oder rtf)



Weiterführende Links
Liste mit Dateiendungen und zugehörigen Formaten:
home.nikocity.de/tommy/endung.htm
home.nikocity.de/tommy/endung.htm (Windows)
home.nikocity.de/tommy/endung.htm (Englisch, sehr ausführlich)

Liste mit MIME-Typen für Dateiformate selfhtml.teamone .de/diverses/mimetypen.htm#uebersicht



Fragen und Antworten
Was muss ich unter Windows einstellen, wenn ich alle Dateiendungen sehen will ?
Das ist je nach Windowsversion leicht unterschiedlich: In Windows 98 beispielsweise klicken Sie im Explorer auf den Menüpunkt "Ansicht/Ordneroptionen". Auf der Registerkarte "Ansicht" dürfen Sie die Option "Dateinamenerweiterung bei bekannten Dateitypen ausblenden" nicht markieren.

Mein Windows-Rechner öffnet jpg. mit einem Programm, dass ich gar nicht verwenden will. Wie sage ich ihm, dass er ein anderes Programm verwenden soll ?
Das ist je nach Windowsversion leicht unterschiedlich: In Windows 98 beispielsweise klicken Sie im Explorer auf den Menüpunkt "Ansicht/Ordneroptionen". Auf der Registerkarte "Dateitypen" finden Sie Angaben zu jedem Dateityp und dem Icon, das ihm zugeordnet ist. Gehen Sie zum registrierten Dateityp "jpeg" und klicken Sie auf "Bearbeiten". Es öffnet sich ein Dialogfenster, in dem Sie das Icon, die Endung und das zugeordnete Programm bearbeiten können.

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