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Community
In Kürze
Im Internet versteht man unter Community eine virtuelle Gemeinschaft oder auch
eine bestimmte Gruppe von Internetnutzern. Diese Communities sind Plätze im
Internet, an denen Menschen, die die gleichen Interessen teilen, Ideen und
Erfahrungen austauschen und ein gemeinsames Ziel haben.
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Synonyme und Abkürzungen
Virtual Community, Online Community, Virtuelle Teams, Virtuelle Gemeinschaft
Ähnliche Begriffe
Community Tools, Community Plattform
Überblick
Communities, bzw. virtuelle Gemeinschaften, sind Gruppen, die im Internet
entstanden sind und über das Netz kommunizieren. Dabei kann die Form des
Austausches auf Chats, E-Mail, Mailing-Listen oder Diskussionsforen im Netz
beruhen. Was eine Community im Internet von anderen, zufälligen oder
vorübergehenden Kommunikationsverhältnissen ohne persönliche Bindung
unterscheidet, ist nicht exakt zu definieren. Wesentliches Kriterium für eine
Community ist die Entstehung eines Gefühls der Identifikation oder der
Zugehörigkeit des einzelnen Users zu der Community. Der Begriff ist erst dann
wirklich berechtigt, wenn sich über das Medium Internet in den oben erwähnten
Formen eine Identifikationsebene gebildet hat, etwa über gemeinsame Interessen
oder Themen, einen gemeinsamen sozialen Hintergrund oder einfach durch die Art
der Kommunikation.
Inhaltliche Kategorien von Communities:
Geografische Communities z. B. Total New York, Amsterdam Channel
Demografische Communities z. B. durch Geschlecht, Lebensabschnitt,
ethnische Herkunft bestimmt, wie z.B. Parents Place, Seniorchat
Themenspezifische Schwerpunkte z. B. Hobbies, Religion, Reisen
(Travelocity)
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Abbildung 1: Community in einem Chat
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Detail
Noch vor wenigen Jahren, in der Frühzeit des WWW, glaubte man, virtuelle
Gemeinschaften würden sich selbst moderieren. Heute hat sich herausgestellt,
dass das bei weitem nicht so ist. Jede "Community" braucht eine Koordination
der Kommunikation zwischen den Mitgliedern, insbesondere den Lerngruppen.
Abgesehen davon, ist die Anbahnung, das Finden von "Gleichgesinnten" die erste
wichtige Hürde. Lehrerinnen und Lehrer behalten also auch hier eine zentrale
Stellung im elektronisch unterstützten Lernen.
Die wahrscheinlich bekannteste Definition einer Online-Community stammt von
Howard Rheingold: "Virtual communities are social aggregations that emerge from
the Net when enough people carry on those public discussions long enough, with
sufficient human feeling, to form webs of personal relationships in
cyperspace."
Damit erklärt sich eine virtuelle Gemeinschaft in erster Linie durch das
Zugehörigkeitsgefühl ihrer Mitglieder und hebt sich damit auch von virtuellen
Teams ab, die sich bevorzugt über ihre Aufgabenorientierung definieren.
Im Kontext der Aus- und Weiterbildung hat das Konzept der Online Community an
Bedeutung gewonnen, da es die Qualität von online Kursen sowie die
Attraktivität internetbasierter Lernumgebungen erhöht und der Gefahr der
Vereinsamung des einzelnen Lernenden entgegenwirkt.
Für die Gestaltung von Online Communities können spezialisierte Community Tools
verwendet werden. Beispiele für derartige Community Tools sind Cassiopeia,
Vignette oder Webfair. Sie stellen spezifische Mechanismen für die Moderation
von Diskussionen sowie den Umgang mit Diskussionsbeiträgen zur Verfügung (z.B.
Rating-Funktionalitäten von Diskussionsbeiträgen), um den Aufbau einer
Community zu fördern.
Je nach der Zielsetzung, auf die eine Gemeinschaft fokussiert ist, können die
Kategorien Arbeit, Forschung, Lernen/Studium sowie privates Interesse
unterschieden werden. Es gibt jedoch durchaus Überschneidungen, so dass
beispielsweise eine Community of Practice, die zentral auf den Bereich Arbeit
fokussiert, wesentliche Aspekte des gemeinsamen Lernens, Forschungsaspekte, um
neues Wissen zu generieren sowie auch die intrinsische Motivation der
Mitglieder, aus privatem Interesse an der Gemeinschaft teilzunehmen, beinhalten
kann.
Communities mit dem Fokus Lernen und Studieren werden unter dem Begriff
"Lerngemeinschaft" näher beschrieben, Gemeinschaften mit dem Schwerpunkt
gemeinsames Arbeiten unter dem Begriff "virtuelle Teams".
Weiterführende Links
http://www.co-i-l.com/coil/knowledge-garden/cop/index.shtml Fred
Nickols. Distance Consulting
http://www.learningpeaks.com/it5990s/course/week1a.htm Wie in
Gemeinschaften arbeiten, wie Chats benutzen, wie Foren benutzen und noch mehr.
http://www.telemat.de/ Elektronisches
Magazin für virtuelle Gemeinschaften
http://www.well.com/ Die Mutter aller
Online-Gemeinschaften
Fragen und Antworten
Wie entsteht eine Community? Sie kann auf zwei Arten
entstehen.
Konstruiert: Diskussionsplattform eines Unternehmens, auf der es indirekt
für seine Produkte oder Dienstleistungen wirbt.
Spontan: Menschen, die ein Defizit an Informationen haben, die eine
Community für eine Entscheidung oder eine Problemlösung benötigen. Es entsteht
eine Diskussion und somit ein Netz persönlicher Kontakte.
Wie funktioniert eine Community? Wer Informationen hat, die
einem anderen helfen könnten, und diese an den Suchenden weitergibt, der kann
davon ausgehen, dass auch ihm geholfen wird, wenn er irgendwann einmal eine
Frage hat. Diese Hilfe muss dann nicht zwangsläufig von demjenigen kommen, dem
er ursprünglich zur Seite stand, sondern durchaus von anderen
Community-Teilnehmern. Regulierende Eingriffe des Veranstalters sind im
Idealfall kaum notwendig, wenn sich die meisten an die Netiquette halten.
Aus welchen Komponenten besteht eine Community? Eine Community
beruht auf dem Austausch von Informationen und Meinungen. Dieser kann mittels
eines oder mehrerer der im folgenden kurz skizzierten Internet-Dienste
gefördert werden:
Newsletter: Die Gründer einer Community bieten den Interessierten die
Möglichkeit an, ihre E-Mail-Adresse zu hinterlegen, um dann in mehr oder
weniger regelmässigen Abständen News-Updates direkt in die Mailboxen der
Abonnenten zu liefern (Info-Push).
Mailing-Liste: Eine Mailingliste ist wohl das einfachste Mittel, um eine
Community zu formen.
Diskussionsforum/Newsgroup û Kein anderer Dienst des Internets ist besser
geeignet, komlexen Diskussionen eine übersichtliche Struktur zu geben, die es
den einzelnen Teilnehmern erleichtert, sich in die Community einzubringen.
Chat: Der Online-Chat erfordert die gleichzeitige Beteiligung der
Diskussionsteilnehmer. Dies führt in kleineren Communities oft zu eher leeren
Chatrooms. Besonders attraktiv erweisen sich angekündigte Chats mit anerkannten
Experten auf dem Themengebiet der jeweiligen Community.
Wie wird die Community-Bildung gefördert? In den eigentlichen
Diskussionen ist oft zu beobachten, dass sich nur bis zu 20 Prozent der
Mitglieder aktiv beteiligen, die grosse Masse aber nur passiv mitliest.
Communities leben von solchen aktiven Mitgliedern, die sich immer wieder die
Zeit nehmen, auch auf noch so spezifische Fragen zu antworten. Sie sind oftmals
auch Meinungsführer, an denen sich die anderen orientieren. Eine klare Strukur
und Richtlinien für die Diskussion helfen der Gemeinschaft, das eigentliche
Ziel, nämlich den Informations- und Meinungsaustausch, nicht aus den Augen zu
verlieren.
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