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Client

In Kürze
Ein Client (engl. Klient, Kunde) ist ein Programm, das Kontakt zu einem Programm auf einem zweiten Rechner aufnimmt und von dort Daten oder Rechenleistungen bezieht.

Synonyme und Abkürzungen
Klient

Ähnliche Begriffe
Server, Client-Server-Architektur

Überblick
Ein Client ist ein Programm, das die Dienste eines anderen Programms in Anspruch nimmt und das Ergebnis auf benutzerfreundliche Art darstellt. Wenn Sie diese Definition lesen, ist Ihr Web-Browser der Client, der diese Seite vom zeix-Rechner anfordert und anzeigt. Ein Telefon ist in gewisser Weise ein Client: es kann bei Bedarf Kontakt zu anderen Telefonen aufnehmen und die über die Leitung übertragenen Daten in für den Menschen verständliche Sprache umwandeln.



 

   

 

Abbildung 1: verschiedene Client-Server

 



Detail
Allgemeiner Begriff für Computer und Programme, die auf Daten und Dienste eines anderen Rechners oder auf daran angeschlossene Geräte (z.B. Drucker) zugreifen. Die beiden beteiligten Rechner können dabei räumlich weit voneinander entfernt sein. Sie brauchen nicht einmal mit dem gleichen Betriebssystemausgestattet zu sein. In aller Regel ist der zweite Rechner dem Client-Rechner übergeordnet und wird als Server bezeichnet. Die Serverseite stellt in der Regel grosse Datenmengen oder Rechenleistung zur Verfügung, die auf diese Art von vielen Clients gleichzeitig genutzt werden können. Client-Programme bereiten die so beschafften Daten für den Nutzer auf und stellen sie auf benutzerfreundliche Weise dar.

Meist bezeichnet der Begriff Client lediglich die verwendete Software: Um Dateien per FTP von einem FTP-Server herunterzuladen, wird ein FTP-Client benutzt; der Web-Browser ist ein Client, der Webseiten oder andere Dateien von einem Webserver anfordert; und um E-Mail vom Mailserver abzuholen und zu lesen, kommt ein Mail-Client zum Einsatz. Im weiteren Sinne wird aber auch der ganze Rechner, auf dem ein Client-Programm läuft, häufig als Client bezeichnet, wenn er mit einem Server in Verbindung tritt.

Der Client

  • kommt nur bei Bedarf zum Einsatz, während der Server in der Regel durchgehend aktiv ist.
  • teilt dem Server mit, wann welche Leistungen benötigt werden. Der Server wartet dagegen auf die Anforderungen des Clients und stellt niemals von sich aus den Kontakt her.
  • ist für die Interaktion mit menschlichen Benutzern ausgelegt. Server-Software läuft im Hintergrund und kommuniziert nur mit dem Client - und mit dem Systemadministrator, der Kummer mit benutzerfeindlicher Software gewöhnt ist.
  • läuft meist gleichzeitig auf zahlreichen Rechnern in einem Netzwerk, die alle auf einen oder wenige Server zugreifen.

Diese Form der Kommunikation zwischen zwei Rechnern nennt man auch Client/Server-Modell. Client/Server-Kommunikation ist ein wichtiges Konzept sowohl in lokalen Rechnernetzwerken als auch im Internet. Im lokalen Netzwerk kann es beispielsweise einen Printserver geben, der alle Druckaufträge der einzelnen Arbeitsplatzrechner verwaltet und an den Drucker weiterleitet. Fast alle Funktionen des Internet beruhen auf dem Zusammenspiel von Client-Software auf dem Rechner der Benutzer und Server-Software auf zentralen Grossrechnern. Grundlage dieser Kommunikation sind die verschiedenen Internet-Protokolle

Ein anderes Modell ist die Peer-to-Peer-Kommunikation (kurz: P2P), in der beide Programme in der Lage sind, den Kontakt aufzunehmen. Hier gibt es keinen Server, und beide Clients stellen die gleichen Leistungen bereit. Ein Beispiel dafür ist der Gnutella-Client, der sich mit anderen Gnutella-Clients im Internet verbindet, um mit ihnen Dateien - meist Musik oder Software - auszutauschen.

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