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Client-Server-Architektur

In Kürze
Ein zentraler Computer (der Server) stellt verschiedene Dienstleistungen bereit, die von anderen Computern (den Clients) genutzt werden können.

Synonyme und Abkürzungen
Client-Server

Ähnliche Begriffe
Client, Server

Überblick
Konzept in lokalen Netzwerken und im Internet, bei dem jeder Rechner entweder einen Client oder einen Server darstellt. Server sind meist leistungsstarke Rechner, die Speicherplatz, bestimmte Aufgaben (z.B. Drucken) oder den Verkehr im Netzwerk verwalten. Clients sind normale Rechner, an denen die Benutzer arbeiten. Die Clients nutzen Ressourcen der Server wie Rechenzeit, Daten oder an den Server angeschlossene Geräte. So können Rechnerkapazitäten optimal ausgelastet und Dienstleistungen von vielen Benutzern gleichzeitig in Anspruch genommen werden.

Detail
Das Internet basiert auf einer Client-Server-Architektur: Der Rechner des Benutzers ist der Client, der die Dienste von Web-Servern, FTP-Servern, Mail-Servern und einer Vielzahl anderer zentraler Rechner in Anspruch nimmt.

Jeder Rechner, auf dem spezielle Server-Software läuft - die es für eine Vielzahl von Anwendungen gibt - ist ein Server. Analog dazu erkennt man auch den Client-Rechner nur daran, dass auf ihm Client-Software läuft. Trotzdem ist es gängig, den gesamten Rechner als den Server oder den Client zu bezeichnen. Natürlich kann auf einem Rechner gleichzeitig Server- und Client-Software für verschiedene Aufgaben laufen, so dass der Rechner unterschiedlichen Ansprechpartnern gegenüber sowohl Server als auch Client ist. Richtet ein Internetbenutzer beispielsweise eine Anfrage an einen Web-Server, die aus einer Datenbank beantwortet wird, stellt der Web-Server als Client eine Anfrage an den Datenbank-Server.

Vorteile der Client-Server-Architektur sind unter anderem:

  • Der Benutzer kann einen beliebigen Client nach seinem Geschmack verwenden, um auf die Dienstleistungen des Servers zuzugreifen. Auf der Serverseite dagegen obliegt die Wartung meist Spezialisten, so dass dort komplexere Software zum Einsatz kommen kann und auf Fragen der Benutzerfreundlichkeit weniger Rücksicht genommen werden muss.
  • Ein Client-Server-System kann problemlos erweitert werden und lässt sich leicht an steigende Belastungen anpassen: es ist skalierbar. Daten, z.B. einer Datenbank, können auf einem zentralen Rechner verwaltet werden.
  • Aufgaben, die viel Rechenleistung erfordern, können durch einen leistungsstarken Server übernommen werden, um die langsameren Client-Rechner zu entlasten.

Ein alternatives Modell ist die Peer-to-Peer-Architektur, bei der gleichberechtigte Rechner zusammenarbeiten.

Weiterführende Links
Newsgroup zum Thema Client-Server-Architektur (englisch): news:comp.client.server

Die häufig gestellten Fragen und Antworten aus dieser Newsgroup (englisch): http://www.faqs.org/faqs/client-server-faq/

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