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B2C

In Kürze
Bezeichnung für einen Form des E-Commerce, bei dem der Hersteller bzw. Verkäufer eine direkte Geschäftsbeziehung zum Endkunden aufnimmt.

Synonyme und Abkürzungen
Business-to-Consumer

Ähnliche Begriffe
C2C, G2C, B2B

Überblick
B2C, direkt mit "Firma zu Verbraucher" zu übersetzen, ist die Beschreibung für einen Vertriebsweg, der ursprünglich für Katalogversender (Quelle, Manufactum) geprägt wurde. Hierbei tritt eine Firma, die ihre Waren per Katalog oder Webshop anbietet und die Waren durch ein Versandunternehmen zum Kunden ausliefert, direkt mit dem Endkunden in Kontakt. Der Einzelhandel wird dabei umgangen, geschäftliche Niederlassungen werden nicht etabliert. Im weiteren Sinne bezeichnet B2C auch das Geschäftsmodell von Firmen wie Amazon, die ihre Waren so vertreiben.



 

   

 

Abbildung 1: Vertriebswege im Internet

 



Detail
B2C war der erste Vertriebsweg der dot-coms, der mit einem speziell aufs Internet ausgerichteten Geschäftsmodell gestarteten Firmen. Es lassen sich verschiedene Geschäftsmodelle unterscheiden:
  • Informationsanbieter und Suchmaschinen (hierbei bestehen meist auch B2B-Beziehungen zu Firmen, die diese Angebote durch Schalten von Werbung finanzieren)
  • Zugangsprovider und Webhoster
  • Dienstleister
  • Elektronischer Einzelhandel
Ihnen ist gemeinsam, dass eine Firma mit einzelnen Privatkunden in direkten geschäftlichen Kontakt tritt. Dadurch unterscheidet sich B2C von Konzepten wie B2B, wo Firmen untereinander Geschäfte abwickeln (Beipiel: Auftragsbörsen) sowie C2C, wo Konsumenten untereinander Geschäfte abwickeln (Beispiel: eBay).

Die Auftragsannahme bei B2C-Geschäften geschieht in der Regel durch die Auswahl der Ware durch den Kunden im Webshop des Anbieters. Als übliche Methode zur Bezahlung haben sich die Kreditkarte und die Vorkasse per Überweisung weitgehend durchgesetzt. Die Waren werden dem Kunden dann per Paketzustellung nach Hause geliefert.

In Deutschland sind B2C-Verkäufe im Internet durch das Fernabsatzgesetz (FernAbsG) geregelt. Dieses räumt den Kunden ziemlich weitgehende Rechte ein, insbesondere das Recht, die Ware innerhalb von 14 Tagen zu Lasten des Verkäufers zurückzugeben. Zusätzlich verpflichtet es den Verkäufer, den Kunden vorher umfassend aufzuklären.

Probleme: B2C-Konzepte im elektronischen Einzelhandel sorgen für spezifische Schwierigkeiten, die von den Anbietern überwunden werden müssen. Da im Internet die Konkurrenz leicht zu finden und Kunden sehr wechselfreudig sind, sind "after-sales" Massnahmen zur Qualitätssicherung besonders wichtig. Schwierigkeiten beim Fulfillment, Verzögerungen und das Nichtbeantworten von E-Mail-Anfragen gehören zu den häufigsten Problemen, mit denen B2C-Startups zu kämpfen haben.
Hierzu kommen noch die Kosten, bis ein Webshop eingerichtet und von den Kunden angenommen worden ist: eine der führenden amerikanischen Internet-Einzelhändlervereinigungen, Shop.org, schätzt, dass E-Commerce-Firmen im Durchschnitt für jeden neugewonnenen Kunden $42 für Marketing ausgeben. Es wird geschätzt, dass nur rund 2% aller potentiellen Kunden, die in einem Webshop stöbern, dort auch einkaufen und 66% aller Einkäufe abgebrochen werden (Forrester Research). Diese Kosten und die Kaufzurückhaltung haben bereits zum Kollaps von bekannten Anbietern wie boo.com geführt.


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